Covid-19 und weitere Erkrankungen

Das Corona-Virus 

und Virusinfekte im Allgemeinen

Warum trifft es den Einen, und den Anderen nicht?

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Eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe) ist die Basis für ein gutes Funktionieren unseres Körpers und damit auch der Immunabwehr. Krankheiten und Medikamente erhöhen in unterschiedlicher Weise unseren Bedarf an diesen Mikronährstoffen und so wundert es nicht, dass gerade Menschen mit Vorerkrankungen anfälliger für Virusinfekte sind, genauso wie Bewohner von Altenheimen, die durchweg Mängel aufweisen, aufgrund von Alter, Krankheiten, mangelnder Bewegung und für die jeweiligen Bedürfnisse inadäquater Ernährung. Die spanische Grippe hatte auch ein leichtes Spiel mit der vom ersten Weltkrieg  an Mikronährstoffen ausgehungerten Bevölkerung.

Warum es manch jungen, augenscheinlich gesunden, sportlichen Menschen trifft? Wir werden dazu in Zukunft viel mehr erfahren. Sicher ist auf jeden Fall, dass das Corona-Virus unseren Körper überdurchschnittlich belastet. 
Ein  Zeichen dafür ist zum Beispiel die Geschmacklosigkeit und Geruchlosigkeit, die typische Symptome für einen Zinkmangel sind. Dieses Symptom ist bei einer  auffällig großen Zahl Betroffener vorhanden. Man versteht das ganz gut, wenn man weiß, dass unser Immunsystem einen großen Bedarf an Zink hat. Und wenn man weiß, dass Zink sich um Viren legt und diese daran hindern kann, an unseren Schleimhäuten anzudocken, versteht man den starken Verbrauch bei Virusinfekten noch besser. Im Register Nahrungsergänzung finden Sie mehr dazu.

Diabetiker sind anfälliger für das Corona-Virus. Diabetiker haben von Haus aus stärkere Defizite an Mikronährstoffen. Bei Proteinurie ist die Zink-Ausscheidung über das Immunsystem um das 2-3-fache erhöht. Dieses Zink fehlt dem Immunsystem.

Auch ACE-Hemmer komplexieren Zink und steigern dadurch den Zinkverlust über die Nieren. Bitte nicht einfach unkontrolliert Zink einnehmen. Man sollte sich immer nach dem Blutspiegel richten und den Kupferhaushalt nicht aus den Augen verlieren.

Patienten mit Fructose-Intoleranz können einen Zinkmangel haben. Die Fructose bindet Zink und Tryptophan, so dass diese nicht so gut aufgenommen werden können. Lassen Sie Ihren Zinkspiegel (im Vollblut! nicht im Serum) messen.

Bekannte Ursachen für Zinkmangel liste ich auf der Seite "Nahrungsergänzung"-> "Zink" auf.

Und dann gibt es noch die, die immer viel Sport getrieben haben, und es hat sie trotzdem erwischt: Leistungssport belastet unseren Körper sehr stark: Er verbraucht mehr Mikronährstoffe und man braucht einen gut antioxidativ arbeitenden Stoffwechsel um die extremen Belastungen wieder auszugleichen. Wer genetisch bedingt mit schwächer arbeitenden antioxidativen Enzymen ausgestattet ist und Leistungssport betreibt, hat ein erhöhtes Risiko für degenerative, entzündliche und oxidative Schäden, die Ihn damit auch anfälliger für Virusinfekte machen. Ungesund ist ebenfalls eine nur sporadisch zu starke Belastung zum Beispiel beim Wochenendsport, wenn Sie an die körperliche Leistungsgrenze kommt. Sport im aeroben Bereich dagegen (ca. Puls 180 -Lebensalter und  nicht so lange, dass man danach erschöpft ist), trainiert das antioxidative System und es werden mehr antientzündliche Botenstoffe gebildet.

Wir werden in den nächsten Monaten noch viel über das Virus lernen, und wie wir uns besser schützen können. Bis dahin jedoch müssen wir uns an das Wissen halten, was uns zur Verfügung steht, und darauf achten, das unser Körper zumindest alle Nährstoffe zur Verfügung hat, die er braucht um gut funktionieren zu können. Deshalb ist es zur Prophylaxe sinnvoll, sich einmal durchchecken zu lassen, wo etwaige Mängel bestehen, um diese gezielt über Ernährung und Mikronährstoffe ausgleichen zu können.

Was Sie zur Prophylaxe tun können

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Natürlich sollte jeder an allgemeine Maßnahmen denken, sich nicht zu sehr den Viren auszusetzen, in dem man die Hände wäscht, sich nicht unnötig in die Nähe von eventuell kranken Personen begibt, für ausreichenden Nachtschlaf sorgt, ausreichende Bewegung an der frischen Luft, ausreichend trinken, etc., und den Mundschutz trägt um vor allem andere und sich selbst auch ein wenig zu schützen.

Daneben können Sie für eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen sorgen. Die Mehrheit der Patienten, bei denen ich entsprechende Untersuchungen gemacht habe, hatten einige Mängel aufzuweisen. Vieles wundert auch gar nicht, denn in Europa kommt zum Beispiel kein Selen in den Böden vor (es wirkt antioxidativ und entgiftend). Jodmangel ist in Mitteleuropa weit verbreitet (Jod wirkt gut gegen Bakterien und Viren).  Zink verbraucht sich bei jedem Infekt, bei chronischer Belastung mit Viren (z.B. Herpes) und kommt nicht in allen Böden in ausreichender Menge vor. Eine Unterversorgung mit Vitamin D (sehr wichtig für das Immunsystem) findet sich in nahezu der gesamten Bevölkerung, auch bei Jugendlichen (Studie vom Robert-Koch-Institut) und erstaunlicherweise sind wir auch mit Vitamin C nicht optimal ausgestattet. Medikamente führen dazu, dass wir Mängel erleiden: Angefangen beim Aspirin (B12 und Folsäure), über Statine (Q10), Antibaby-Pille (viele B-Vitamine, Magnesium), bis zu Protonenpumpenhemmern (Säureblocker, Magnesium, Zink, Eisen, Folsäure, Vitamin C und B12) und einige mehr.
Eine gute Ernährung reicht da leider nicht aus. Die allermeisten meiner Patienten, die diese Mängel hatten, haben sich schon sehr bewußt gesund ernährt. Weitere Infos dazu finden Sie im Reiter "Nahrungsergänzung". Dort erkläre ich bei den einzelnen Nahrungsergänzungen, wie Sie selbst für eine Grundversorgung sorgen können und worauf Sie dabei achten sollten.
Am besten ist es natürlich, mit Blutuntersuchungen messen zu lassen, ob man ausreichend mit Mineralien, Vitaminen und Antioxidantien versorgt ist. Dabei muss man nicht immer alles untersuchen lassen und manchmal ist es besser, nicht die Vitamine selbst zu messen, sondern ob Folgen eines Mangels bestehen. Denn es kann sein, dass die Blutwerte durchaus im normalen Mittel der Bevölkerung liegen, der persönliche Bedarf jedoch viel höher liegt. Gerne berate ich Sie diesbezüglich und auch der Labore, denn diese Untersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen und die Preise der Labore unterscheiden sich zum Teil erheblich.
Wenn Sie sich selbst intensiv darüber informieren möchten, wie Sie über die Ernährung zu ausreichend Jod, Selen etc. kommen können, dann kann ich Ihnen die podcasts von Niko Rittenau empfehlen. Er ist Ernährungswissenschaftler und stellt uns sein detailliertes Wissen auch über YouTube kostenlos zur Verfügung.

Sie können auch die Belastung Ihres Körpers mit freien Radikalen messen lassen. Zum Beispiel ist die Frage, wieviel oxidiertes LDL bei Ihnen vorliegt sehr interessant. Viel Fette im Blut sind nicht gut, aber LDL selbst, greift die Blutgefäße nicht an. Es sind oxidierte Fette, die durch Kontakt mit freien Radikalen selbst zum Radikal wurden, die die Blutgefäße angreifen und zu Schäden führen. Da die Blutgefäße bei einer Covid 19-Infektion ja besonders leiden, ist es sinnvoll das oxidierte LDL zu senken, was man mit Vitaminen, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen auch gut tun kann. Je fitter die Gefäße, desto besser.

Versuchen Sie, möglichst antientzündlich zu leben. Stille Entzündungen belasten unser Gewebe, von den Blutgefäßen bis zum Gehirn. Entzündungen werden gefördert über mangelnde Bewegung, Schlafmangel, industriell erzeugte Nahrung mit Konservierungsmitteln, Farbstoffen etc., raffinierte Kohlehydrate (raffinierter Zucker, Weißmehl), viele arachidonsäurehaltige tierische Produkte, in Öl gebratenes und frittiertes Essen (besser Butterfett oder Kokosfett nehmen, da es nicht zum freien Radikal wird und keine Transfettsäuren entstehen können).
Gut hingegen sind viel Bewegung an frischer Luft, guter Nachtschlaf, Stressreduktion, frisch zubereitetes Obst und Gemüse...

Kennen Sie den Spruch "es ist gut, etwas auf den Rippen zu haben, damit man davon zehren kann, wenn man mal so richtig krank wird"? Man denkt dabei an das Fettgewebe. Was aber im Falle einer starken Erkrankung als erstes abgebaut wird, ist nicht das Fett, sondern es sind die Muskeln. Die Chancen, eine zehrende Erkrankung gut zu überstehen, lesen Mediziner am Status der Muskeln ab. Also macht es für uns alle Sinn, sich um den Aufbau der Muskeln zu kümmern. Mir wurde in der Reha das Buch "Fit ohne Geräte für Frauen" von Mark Lauren empfohlen. Ich halte es auch für Männer sehr geeignet. 30-45 Minuten am Tag - mit vielen Päuschen - und das an 3 Tagen der Woche, reicht schon aus. Man stuft sich in den Schweregrad der Übung ein und merkt jede Woche den Fortschritt, weil man sich sichtbar steigert. Gleichzeitig wird das Gleichgewicht trainiert, was sonst auch gerne auf der Strecke bleibt.

Tees und Pflanzenextrakte
Wenn man viel Kontakt mit anderen Menschen hat, mag man sich auch von Seiten der Pflanzen Unterstützung holen:
Katzenkrallentee wirkt gegen Infekte. Offen gekauft, kann man einfach ein Häuflein in die Tasse oder Thermoskanne geben. Die Fasern setzen sich unten ab, so dass man sie nicht so leicht mittrinkt.
Salvia-Thymol eignet sich gut zum Gurgeln.
Zitronenmelissentinktur ohne Alkohl soll auch gute antivitale und antibakterielle Wirkung haben.

Was Sie tun können, wenn Sie einen Infekt erwischt haben.

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Angesichts der langsam wieder überlasteten Krankenhäuser und mangelndem Intensivpflegepersonal, ist es wichtig, dass wir Infekte möglichst vermeiden und beginnende Infekte gleich zu Anfang intensiv angehen, um gar nicht erst zum schwer kranken Pflegefall zu werden.
Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich schon vorher etwas belesen und entsprechende Produkte besorgen, damit Sie bei ersten Symptomen eines Infektes gleich entgegensteuern können. Wenn Sie noch nicht erlebt haben, wie die ausreichende (!) Menge Zink und Vitamin C einen beginnenden Infekt sprichwörtlich wegblasen und einen bestehenden deutlich mindern kann, dann fragen Sei bei denen nach, die das Phänomen schon kennen.
Je früher im Infekt Sie anfangen, desto geringer werden die Symptome ausfallen.

Nahrungsergänzung:
Vitamin C und Zink sind die primär wichtigsten  Nahrungsergänzungsmittel im akuten Infekt. Infos dazu stehen im jeweiligen Praxiskapitel unter "Nahrungsergänzung". Dort ist beschrieben, wie Sie herausfinden können, wie hoch Ihr Bedarf an Vitamin C ist. Wenn es Sie richtig doll erwischt hat mit  Lungenentzündung und Fieber, kann es durchaus sein, dass Sie 20-30 Gramm Vitamin C in viele kleine Dosen alle 15- 30 Minuten aufgeteilt vertragen. Ich möchte das hier noch einmal klar stellen: Es geht bei dieser hohen Dosierung nur um sehr stark betroffene Fälle, die noch keine ärztliche Versorgung haben, oder auch mit dieser gerne die antioxidative und damit entzündungshemmende und antivitale Wirkung des Vitamin C nutzen wollen. Sie nehmen es nur, wenn Sie das Gefühl haben, dass es Ihnen gut tut und Sie davon keinen Durchfall oder Magenbeschwerden bekommen (was vermutlich nicht der Fall sein wird). Ich kann hier nicht für alle Fälle sprechen, aber möchte Ihnen trotzdem aufzeigen, in welcher Bandbreite man sich da bewegt. 

Acethylcystein (ACC) ist eine Aminosäure, aus der das körpereigene Antioxidans Glutathion gebildet wird. 300mg am Tag geschluckt, helfen, die freien Radikale besser aufzufangen und wirken so einem Anschwellen der Nasenschleimhäute und Nebenhöhlen entgegen.

Die oben genannten Tees und Pflanzenextrakte sind sicherlich auch gut, haben aber nicht die durchschlagende Wirkung wie Zink und Vitamin C.

B-Vitamin-Komplex: Wenn Sie nicht ohnehin schon einen nehmen, sollten Sie es jetzt tun. Möglichst ein Präparat wählen, in dem auch reichlich Vitamine vorhanden sind und vor allem alle B-Vitamine. Da es schwer ist, passende Präparate zu finden, erlaube ich mir, ein Beispielpräparat zu nennen: B-Komplex forte von Nature Love. Diesen morgens zum Frühstück und Mittags oder am Abend bei Krankheit noch 1000 Mikrogramm B12-Tropfen zusätzlich unter die Zunge (Methyl- und Adenosylcobalamin sollten die Inhaltsstoffe sein, auf keinen Fall Cyanocobalamin, da das giftige Cyanid erst noch abgespalten werden müsste und die wirksame Form in weiteren Schritten gebildet werden müsste. Das will ein kranker Körper nicht zusätzlich leisten müssen). Sie können natürlich auch andere Präparate wählen, haben so aber einen Anhalt bezüglich der Menge. Keine Präparate mit Eisen (erzeugt freie Radikale) oder Titandioxid (giftig) wählen und am besten auch keine mit "Salzen von Speisefettsäuren", da diese die Wirkstoffe unter Umständen schlechter abgeben.
Diese Menge an Vitamin B ist sicherlich nicht zu viel, auch für einen Gesunden Menschen. Überschüssige B-Vitamine scheidet der Körper leicht wieder aus.

Ernährung:
Wenn Sie krank sind, möchten Sie möglichst jede Belastung des Körpers meiden, die nicht unbedingt nötig ist, deshalb hier noch ein paar Tips.

Da Covid-19 ja ziemlich stark die Lunge befällt und man damit weniger gut Luft bekommt, ist auch die Sauerstoffversorgung der Gewebe beeinträchtigt.
Einen möglichst guten Transport des Sauerstoffs im Blut und zu den Geweben erreichen wir, indem wir ausreichend trinken, so dass das Blut nicht zu dick wird, und indem wir Fette möglichst erst am Abend zu uns nehmen (der Körper will morgens noch entgiften) und diese möglichst auf gesunde Fette reduzieren: Eine Handvoll Nüsse, eine halbe Avocado, etwas gutes Omega-3-Öl mit EPA und DHA sind in Ordnung. Ist zuviel Fett im Blut, kann der Sauerstoff schlechter transportiert werden. Also sollten Sie auf Fleisch und in Fett Gebratenes / Frittiertes verzichten.

Tierische Produkte enthalten mehr oder weniger viel Arachidonsäure, welche indirekt Entzündungen fördert. In Milch (vor allem Magermilch) und Joghurt ist am wenigsten enthalten.

Stoffwechsel und Durchblutung kann man auch fördern, indem man sich basenbetont ernährt. Übersäuerung führt dazu, dass unsere Zwischenzell-flüssigkeit zäher wird und der Stoffaustausch nicht so gut stattfinden kann. Auch die roten Blutkörperchen werden starrer. Sie müssen sich aber immer verformen, um sich durch die kleinsten Blutgefäße zwängen zu können. Bei Übersäuerung können sie das nicht mehr, so dass Teile des Gewebes schlecht durchblutet und deshalb nicht mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden können, genauso wenig wie Abfallprodukte abtransportiert werden können, weil auch die Lymphflüssigkeit zäher wird. Im Internet finden Sie unterschiedliche Tabellen, auf denen die Lebensmittel verzeichnet sind, die basisch verstoffwechselt werden, und denen, die sauer verstoffwechselt werden. Beim "Zentrum der Gesundheit" finden Sie eine Tabelle mit Anleitung (80% basisch verstoffwechselte Lebensmittel und 20% gute Säurebildner zu essen, ist eine  gängige Regel).
Kein sinnvoller Weg ist, Bicarbonat/Natron zu sich zu nehmen. Es neutralisiert die Magensäure und nimmt ihr damit die Möglichkeit, die Keime, die wir schlucken zu zerstören.

Covid-19 führt auch gerne zu Nervenschäden. Verzichten Sie auf Glutamat, welches die Nerven stark belastet. Im Internet finden Sie Tabellen, hinter welchen Substanzen bei Angaben auf Lebensmittelverpackungen, sich Glutamat versteckt (z.Bsp.: Hefeektrakt etc.)




Die Langzeitfolgen

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Wenn Sie einen Infekt überstanden haben, sich aber immer noch müde, kraftlos und einfach nicht gesund fühlen, dann wäre es gut, Ihren Körper nach etwaigen Mikronährstoffmängeln zu untersuchen. Wie oben erwähnt, raubt uns eine solcher Infekt viele Nährstoffe. Außerdem braucht er von vielen Nährstoffen mehr als üblich, um geschädigte Gewebe abbauen und gesundes Gewebe wieder aufbauen zu können.
Dauerhafte Gewebeveränderungen, wie zum Beispiel die Lungenfibrose, kann man nicht rückgängig machen, man kann aber dafür sorgen, dass das verbliebene Gewebe alle Unterstützung bekommt, die es braucht für seine Reparatur und eventuelle Neubildung.

Die folgenden Erläuterungen sollen Ihnen nur beispielhaft zeigen, dass Sie noch viele Möglichkeiten haben, etwas zu Ihrer Genesung beizutragen, Sie ersetzten nicht die Betreuung durch geschulte Fachärzte und  Sie sollten auch nicht auf eigene Faust Nahrungsergänzung zu sich nehmen, da man gerade bei möglicherweise starken Mängeln, sonst wieder andere Probleme bekommen kann!

Chronisches Erschöpfungssyndrom:  ist ein typisches Zeichen geschwächter Mitochondrien, der Kraftwerke in unseren Zellen, die auch für Entgiftung und andere wichtige Funktionen unserer Zellen verantwortlich sind. Stellt man Ihnen die Nährstoffe zur Verfügung, die sie brauchen, können Sie wieder effizienter arbeiten und durch Bewegung (im aeroben Bereich /Ausdauer und Kraft) kann man sie zur Vermehrung anregen.

Geruch- und Geschmacksverlust:  Entsteht bei Zink und Vitamin-A-Mangel.
Vorsicht: Nicht unkontrolliert Vitamin A schlucken!

Sehstörungen: Zink ist sehr wichtig für den Sehvorgang, wie Sie bei Nahrungsergänzungsmitteln/Zink nachlesen können. 

Entzündungen im Körper: Gehen einher mit einer starken Belastung durch freie  Radikale. Unser Immunsystem bekämpft Eindringlinge auch, indem es sie mit freien Radikalen bombardiert. Bakterien und Viren sind nicht so gut mit  Antioxidantien ausgestattet, wie unser Körper, so dass sich unser Körper vor seinen ausgeschütteten Radikalen Molekülen gut schützen kann. Wie Sie auf meiner Seite über "Glaukom" -> "Grundlagen zu freien Radikalen" lesen können, müssen diese von Antioxidantien neutralisiert werden, weil sie sonst immer weiter ihr Unwesen treiben. Deshalb ist es bei und nach einer akuten Infektion wichtig, sich um seine Antioxidantien zu kümmern und diese wieder aufzufüllen.
Ein weiterer Punkt, der untersucht und behandelt werden sollte, ist eine eventuelle übermäßige Reizung des Zellstoffwechsels, die stressbedingt durch Verschiebungen im Kalzium/Magnesium-Haushalt entstehen kann.

Herzrhythmusstörungen und -schwäche: Auch hier ist der Mineralienhaushalt sehr wichtig: Magnesiummangel beiträchtigt die kardinale Pumpfunktion. Lassen Sie Ihre Mineralien im Vollblut (nicht im Serum!) bestimmen.
Coenzym Q10 ist wichtig für die Mitochondrien, um die Energie für den Herzmuskel zu bilden. Q10 wird bei einer starken Infektion massiv verbraucht und kann von unserem Körper, je älter man wird, umso weniger nachgebildet werden. Bei der Einnahme von Q10 sollten Sie sich beraten lassen (lieber Präparate mit Ubiquinol als mit Ubiquinon nehmen, da letzteres das schon verbrauchte Antioxidans darstellt, welches nach einem schweren Infekt sicherlich nicht die geeignete Darreichungsform ist).

Herzinfarkte entstehen leichter bei Mangel an Folsäure, B12 und B6. Sie können das anhand des Homozysteins im Blut messen. Diese Substanz gilt als Marker für erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Auch Magnesium spielt eine große Rolle. Es erweitert die Blutgefäße und senkt den Blutdruck.

Nervenschäden: Entstehen leichter bei Mängeln an B-Vitaminen. Man kann die Nerven auch mit anderen Substanzen unterstützen und stärken.

Depressionen und Ängste? Schon allein Mängel an B-Vitaminen können diese fördern (Antikonzeptiva). Aber auch der Tryptophanstoffwechsel (Serotonin, Melatonin, Kynurenin etc.) kann, allein durch die starke Stressbelastung und gleichzeitig mangelnde Bewegung, gestört sein. Vorsicht: Nicht einfach Tryptophan nehmen. Der Schuss könnte nach hinten losgehen.
Es gibt viele Menschen, die eine Stoffwechselerkrankung namens Kryptopyrrolurie haben. Bei dieser leidet man mehr als andere unter Ängsten, Depressionen, Konzentrationsstörungen und auch ADHS. Diese Erkrankung geht in der Regel einher mit Mängeln an Vitamin B6 und Zink. Sie können das leicht untersuchen lassen und finden dazu auch einige Literatur im Handel.

Diabetiker brauchen ohnehin schon durch ihre Erkrankung ständig mehr Mikronährstoffe. Zink spielt hier eine bedeutende Rolle. Covid-A19 führt allein schon durch den vermehrten Verbrauch des Immunsystems, zu einem Zinkmangel (intrazellulär bzw. im Vollblut gemessen). Zinkmangel führt zu einer verringerten Bildung der Insulinrezeptoren, zu verringerter Sekretion von Zink durch die Bauchspeicheldrüse, dadurch auch zu verringerter Glucosetoleranz, verringerter Insulinsensitivität und vermehrter Insulinresistenz. Auch die für Diabetiker so wichtige Wundheilung wird durch Zink und Vitamin C-Mangel noch verstärkt. 




Makuladegeneration

Selbst wenn die Veranlagung zur Makuladegeneration in Ihrer Familie vorkommt, heißt das noch lange nicht, dass sie bei Ihnen in einer Form auftreten muss, die Ihre Sehkraft beeinträchtigt, denn man kann vorbeugend sehr viel unternehmen:
Bei der Makuladegeneration, bei der sich Abfallprodukte des Stoffwechsels unter der Netzhaut ansammeln (oxidierte Fette/Drusen), kann man vor allem in den Anfangsstadien sehr viel zur Prävention tun: Die Netzhaut vor oxidativen Schäden schützen, für einen besseren Abtransport der Abfallprodukte aus der Netzhaut sorgen und diese mit den für sie nötigen Nährstoffen versorgen. Mit viel frischem Obst und Gemüse und gleichzeitig wenig raffiniertem Zucker und Weißmehl liegen Sie hier schon ganz richtig. Wichtig ist ebenfalls der richtige Umgang mit Fetten sowie die Abklärung des oxidativen Status (Belastung des Körpers mit freien Radikalen) und entsprechender Prävention.

Diabetes Typ 2

Auf diese Art des Diabetes mellitus hat die Änderung des Lebensstils einen großen Einfluss. Je nach der Menge, der von Ihnen gebildeten Antikörper und des Restinsulins, können Sie diesen lästigen Begleiter sogar ganz hinter sich lassen. Dafür gibt es mehr als genug Beispiele.  Und Sie können trotzdem leckeres und auch süßes Essen genießen. Wer die Aufnahme von Fleisch, Milchprodukten, raffiniertem Zucker und Weißmehl  nicht reduzieren möchte, kann trotzdem einiges tun, um Nährstoffdefiziten, die bei Diabetikern sehr leicht auftreten, entgegenzuwirken und seinen HbA1c-Wert über Nahrungsergänzungsmittel etwas weiter senken.

Arthrose /Arthritis

Frei von Schmerzmitteln allein durch Ernährungsumstellung? Dass Sie weniger Schmerzmittel brauchen ist sehr wahrscheinlich. Einer meiner  Patienten konnte sogar alle 4 täglichen Ibuprofen (400mg) absetzen, allein durch Umstellung der Ernährung. Schon nach 4 Wochen lag er bei nur einer Tablette am Tag, nach 4 Monaten war keine mehr nötig. 
Wer beim Essen nicht ganz so streng vorgehen will kann auch mit Nahrungsergänzung und regelmäßiger Bewegung/Sport eine Reduktion der Schmerzen und Besserung der Beweglichkeit erreichen. Schon 1947 hat Dr. William Kaufmann einige hundert akribisch dokumentierte Fälle veröffentlicht, in denen er die Beschwerden und Beweglichkeit mit Niacinamid eindrücklich verbessern konnte. Allerdings gibt es auch hier einige Dinge zu beachten.

Prävention von Osteoporose und Demenz

Ist das möglich? Das hängt davon ab, wie früh man damit anfängt und welche negativen Einflüsse bisher gewirkt haben. Auf jeden Fall kann man den Verlauf bremsen, auch wenn man sich nicht im Anfangsstadium befindet. Bei Demenz gibt es inzwischen viele Studien und Erkenntnisse auf universitärer Ebene, dass eine Lebensstil-Änderung einen sehr sehr großen Einfluss auf das Geschehen ausübt.

Erhöhte Blutfette?

Wussten Sie, dass man die Blutfette schon über die Nahrung beeinflussen kann? Es reicht jedoch nicht, das Cholesterin wegzulassen. Hier spielen die Belastung mit freien Radikalen und eine ausreichende, Ihrem Stoffwechsel angepasste, Zufuhr mit Antioxidantien eine wesentliche Rolle.
Lipoprotein a ist ein wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, der von den Ärzten normalerweise nicht gemessen wird, weil kein Medikament zu seiner Senkung zur Verfügung steht. Dr. Bill Parsons, ein Mediziner der Universität Pittsburgh und Gründungsmitglied des Council on Arteriosclerosis der American Heart Association
 hat es jahrzehntelang praktiziert und publiziert: Mit Vitamin B3 in entsprechender Form und Dosierung kann man das HDL heben, LDL senken, Lipoprotein a senken, die Triglyceride beeinflussen und nachweislich die Lebenserwartung verlängern.

Sie möchten sich selbst belesen oder Videos sehen, wissen jedoch nicht, an welche Literatur Sie sich halten sollen?

Es wird heutzutage so viel geschrieben und veröffentlicht, oft mit genau konträren Aussagen, so dass man leicht den Boden unter den Füßen verlieren kann. Ich geben Ihnen gerne Literatur oder Videotips, die gemäß meinem Kenntnisstand auf soliden Erkenntnissen beruhen.

Einkaufstipps?

Lebensmittel: Hier stellen sich ja gerne Fragen bezüglich der Produktwahl.
Nahrungsergänzung: Viele Produkte auf dem Markt enthalten Zusatzstoffe, die unseren Körper belasten können, bei gleichzeitig sehr geringer Dosierung der eigentlich beworbenen Inhaltsstoffe. Hierzu berate ich Sie gerne.