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Ein Tipp zur geographischen Atrophie (Art der Makuladegeneration)
aber auch für Patienten mit Retinopathia pigmentosa
Lieber auf Jodat verzichten.
Bei der geographische Atrophie der Makula sterben die retinalen PIgmentepithelzellen, die unter den Sinneszellen sitzen, ab und infolge auch die Sinneszellen selber, denn deren Stoffwechsel ist eng mit dem der RPE-Zellen verbunden. Es ist eine Spätform der altersbedingten Makuladegeneration, kann aber auch als primäre Veränderung auftreten. Wer darunter leidet, möchte alles tun, was er kann, um das fortschreitende Absterben der Sinneszellen zu verhindern.
Ebenso interessant ist diese Information für Patienten mit Retinopathia pigmentosa, bei denen zwar nicht primär das RPE betroffen ist, jedoch die Sinneszellen unter starkem oxidativen Stress stehen, so dass man jeden Beeinträchtigung in diese Richtung minimieren möchte.
Deshalb möchte ich hier auf einen Zusammenhang hinweisen, auf den ich beim Studieren der Stoffwechselvorgänge in der Netzhaut gestoßen bin: Injiziert man Mäusen Natrium-Iodat in den Bauchraum, sterben ihre retinalen Pigmentepithelzellen (RPE) innerhalb von 1-2 Stunden ab. Dies wird benutzt, um in Mäusen die Atrophie des RPE zu erzeugen. Natrium-Iodat ist im Gegensatz zu Natrium-Jodid ein starkes Oxidationsmittel. Es wird in vielen Ländern industriellem Speisesalz zugesetzt, so auch in Deutschland. Warum? Weil es so viel stabiler ist und sich auch beim Erhitzen nicht so leicht verflüchtigt. Die verwendeten Mengen gelten als nicht gefährlich für den Menschen. Trotzdem: Steter Tropfen höhlt den Stein. Da wir sowieso so vielen Oxidantien ausgesetzt sind (nicht zuletzt erzeugt auch psychischer Stress freie Radikale, die oxidativ wirken) und einen Mangel an Antioxidantien haben, kann man darauf achten, industrielles Salz eher zu meiden und stattdessen Jod in Form von Jodid zu sich zu nehmen. Ideal wäre die Einnahme in Form von norwegischem Kelp 250 bis 500 Mikrogramm am Tag. Der Kelp, eine Algenart, ist natürlich und enthält zudem sowohl Jodid als auch elementares Jod. Für den Nutzen von elementarem Jod gibt es Studien, dass es phrophylaktisch gegen Brustkrebs und Prostatakrebs wirkt, denn diese beiden Drüsen im Körper benötigen elementares Jod.
Literaturquellen:
1. https://www.bfr.bund.de/stellungnahme/salz-mit-kalium-oder-natriumjodat-die-vereinfachte-angabe-jodsalz-ist-aus-gesundheitlicher-sicht-ausreichend/
2. Chowers G, Cohen M, Marks-Ohana D, Stika S, Eijzenberg A, et al. 2017. Course of sodium iodate-induced retinal degeneration in albino and pigmented mice. Investig. Ophthalmol. Vis. Sci 58:2239–49 [PubMed: 28418497]
3. Jod – unverzichtbar für die Gesundheit der Brust: Ein neuer Ansatz zur Prävention und Therapie vom Mammakarzinom, Thieme Verlag: DOI 10.1055/a-1162-2414 DZO 2020; 52: 58–63
4. Uptake and antitumoral effects of iodine and 6-iodolactone in differentiated and undifferentiated human prostate cancer cell lines. 2013 Jan;73(1):31-41.
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5. British JoumalofCancer(1997) 76(5), 678-687 © 1997 Cancer Research Campaign
A case-control study of diet and prostate cancer
TJA Key', PB Silcocks, GKDavey1, PN Appleby1 and DT Bishop
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